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Besinnungstag der Pfarrgemeinderäte Fehlheim-Zwingenberg

Die Zukunft der Kirche vor Ort – Thema des Besinnungstages der Pfarrgemeinderäte Fehlheim und Zwingenberg

Im Jahr 2030 wird es nur noch 104 statt der derzeitigen 198 aktiven Priester in unserem Bistum geben. Auch die Zahl der Pastoral- und Gemeindereferenten/-innen wird stark zurückgehen in den nächsten 10 Jahren. Die Anzahl der von Mainz finanziell unterstützten Gebäude wie Kirchen und Pfarrzentren wird sich aufgrund der finanziellen Lage (weniger Kirchensteuer-Einnahmen und hohe Ausgaben durch Renovierungs-Stau) auch auf 2/3 oder gar die Hälfte des derzeitigen Bestandes reduzieren. – Soweit die Fakten aus Mainz.

Konsequenzen, neue Herausforderungen für uns

Doch welche Konsequenzen hat das konkret für unser Dekanat oder unsere Pfarrgruppe Fehlheim/Zwingenberg? Das war das Thema des diesjährigen Besinnungstages der Pfarrgemeinderäte Fehlheim/Zwingenberg am 9. Februar. Durch den Tag hat uns begleitet Diözesanreferent für Pfarrgemeinde,-Seelsorge- und Dekanatsräte Ulrich Janson.


Wir begannen den Tag mit einer Bibelstelle (Mk 10, 46-52), der Heilung des blinden Bartimäus durch Jesus. So wie dieser blinde Bettler aus der hinteren Reihe mutig und fest im Glauben Jesus um Hilfe rief, wie er seinen Mantel (=Schutz, Geborgenheit, aber auch Ballast und Alt-Bewährtes) hinter sich warf und auf Jesus zulief, – so wollen auch wir voll Mut und Zuversicht in die Zukunft gehen.

Mein Glaube zählt!

Jede/r für sich überlegte sich, was ihm/ihr wichtig ist im Glauben, warum er/sie sich in der Kirche engagiert, was uns motiviert und Kraft gibt, damit wir uns für andere einsetzen – in den vielfältigen Gebieten der Gemeindearbeit. Bei allen war die größte Motivation das Gefühl von Geborgenheit und Liebe in der Glaubensgemeinschaft mit Gott und untereinander. Und es war fast allen ein großer Wunsch, diesen Glauben an die nachkommemden Generationen weiter zu geben.
So war schon einmal das Ziel für die zukünftigen Kirchenaufgaben formuliert. Dass die Art der Glaubensweitergabe nicht mehr genau so aussehen wird wie in den letzten Jahrzehnten, das lässt sich ganz schnell an den oben genannten Zahlen aus Mainz ablesen. Es wird vielleicht andere Gottesdienstzeiten /-orte und –formen geben, vielleicht wird es weitere (hauptamtliche) Aufgaben für Frauen geben, sicherlich wird das Internet eine zunehmende Rolle spielen, zumindest in der Verbreitung/Vernetzung von Informationen und Angeboten. Aber für uns steht ganz klar fest, dass der Mensch und die Begegnung miteinander und mit Gott auch weiterhin im Mittelpunkt stehen sollen.

Strukturelle Veränderungen im Kommen

Strukturell werden wir von Mainz aus die Vorgabe bekommen, dass es in unserem Dekanat Bergstraße-Mitte bis 2030 nur noch 2-4 Pfarreien geben wird (statt derzeit 11), aber es können weiterhin in allen Gemeinden vor Ort Gottesdienste und andere kirchliche Angebote durchgeführt werden – in welcher Form und Häufigkeit, das gilt es dann innerhalb der nächsten 2 Jahre in Dekanats-Konferenzen zu beraten.

Der Auftrag lautet: „Kirche des Teilens werden“

Unser Bischof hat den pastoralen Weg für die Zukunft unserer Kirche unter das Motto „Kirche des Teilens werden“ gestellt: Wir sollen „Leben teilen, Glauben teilen, Ressourcen teilen und Verantwortung teilen“. Ich denke, die Zukunft in unserer Pfarrgruppe und in unserem Dekanat wird sehr spannend. Wer hier aktiv mitgestalten möchte, ist herzlich eingeladen, sich als Kandidat für die nächste Pfarrgemeinderatswahl (im November 2019) aufstellen zu lassen, oder aber auch bei kommenden Diskussionsveranstaltungen sich aktiv zu beteiligen.

Sigrid Volk

  1. Johannes Gärtner

    Wir sollten die Zukunft nicht zu schwarz sehen.Wie schon geschrieben wurde:irgendwie wird es mit Gottes Hilfe weitergehen.Ich bin überzeugt, dass sich auch weiterhin viele aus unserer Gemeinde aktiv einbringen werden.

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