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Aktion „24 Wege durch den Advent“

Lucia – die das Licht bringt

Geboren wurde Lucia im Jahr 283 nach Christus in der sizilianischen Stadt Syrakus und starb vermutlich 304 einen Märtyrertod. Ihre Familie war sehr reich und angesehen, der Vater starb jedoch bereits als Lucia ein kleines Kind war. Ihre Mutter Euthycia, welche sehr fromm war, zog Lucia groß. Bereits als Kind hat Lucia sich geschworen, niemals zu heiraten und ihr Leben Gott zu widmen. Diese Versprechen behielt sie für sich. Nachdem die Mutter Euthycia längere Zeit unheilbar krank war, überredete Lucia sie, nach Catania zu pilgern, wo das Grab der heiligen Agata war. Tatsächlich wurde die Mutter von ihrer schweren Krankheit geheilt und in ihrer Freude darüber gab sie dem Wunsch der Tochter nach nicht heiraten zu müssen. Daraufhin verschenkte Lucia ihr Erbe an die Armen. Da Lucia aber bereits einem Mann versprochen war, fühlte dieser sich hintergangen und um die Mitgift betrogen und schwärzte Lucia bei Gericht an. Denn Lucia war Christin und zu dieser Zeit verfolgten die römischen Kaiser die Christen.

Es wurde versucht, Lucia mit unterschiedlichen Methoden hinzurichten, die sie alle überlebte. Zum Schluss starb sie durch einen Dolchstoß. Warum trägt Lucia aber eine Lichterkrone und warum ist ihr Gedenktag der 13. Dezember? In der Legende wird erzählt, dass Lucia sich um Arme und Verfolgte kümmerte, die in Höhlen hausten oder versteckten. Um in der Dunkelheit mehr zu sehen, und um die Hände frei zu haben für Lebensmittel, steckte sie sich eine Kerze auf den Kopf.

Im julianischen Kalender war die Nacht vom 12. auf den 13. Dezember die längste (ist aber ein Fehler, wie man heute weiß, ist nämlich der 21.12.) und man freute sich deshalb ganz besonders auf die wieder länger werdenden Tage. Lucia trägt ein weißes Kleid als Zeichen der Reinheit und ein rotes Band um die Mitte als Zeichen des Märtyrertods.

In Skandinavien hat jede Schule und jede Einrichtung ihre eigene Lucia mit Gefolge (siehe Bild), in Italien gibt es festliche Umzüge, in Kroatien ist es Brauch Weizen auszusäen, der bis Weihnachten grünt und neues Leben und Hoffnung darstellen soll und in Fürstenfeldbruck werden Schiffchen in Häuserform mit Kerzen auf der Amper schwimmen gelassen.

Geschrieben Alexandra Axt-Heidemann